FAQ2018-12-18T16:36:42+00:00

Wir haben die Antworten auf Ihre Fragen.

Was wird auf den landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland angebaut?2018-12-19T17:08:23+00:00

Auf 16,7 Millionen Hektar wird in Deutschland Landwirtschaft betrieben. Mit ca. 11,78 Millionen genutzter Fläche nimmt der Ackerbau den größten Anteil ein. Grünland umfasst einen Anteil von 4,68 Millionen Hektar, hierzu zählen insbesondere Wiesen und Weiden. Der Rest wird für den Anbau von Obst und anderen Dauerkulturen genutzt.1 Ein wichtiger Beitrag wird somit zur weltweiten Ernährungsversorgung und auch Energie- und Rohstoffversicherung geleistet.2

Um die angesprochene Ernährungsversorgung von Mensch und Tier gewährleisten zu können, wird auf über 50 % der ackerbaulichen Flächen Getreide angebaut. Als zweitwichtigste Anbaufrucht ist die Futterpflanze zu nennen, worunter insbesondere der Anbau von Silomais / Grünmais fällt. Handelsgewächse, bspw. Winter- als auch Sommerraps, werden auf ca. 1,4 Millionen Hektar der ackerbaulichen Fläche gesät. Für die Feldbestellung mit sogenannten Hackfrüchten, wie z.B. Kartoffeln oder auch Zuckerrüben, wird derzeit eine landwirtschaftliche Fläche von 0,6 Millionen Hektar genutzt. Einen weitaus kleineren Teil nimmt der Anbau von Hülsenfrüchten und auch Gemüse ein.3

Mit 6,3 Millionen Hektar umfasst der Getreideanbau einen Großteil der landwirtschaftlichen Fläche. Rund 50% werden davon für den Weizenanbau genutzt, weshalb es zu dem bedeutendsten Getreide in Deutschland zählt. Darauf folgt der Gersteanbau, der ein knappes Viertel der ackerbaulichen Flächen einnimmt. Da Deutschland vor allem für sein Brot bekannt ist, darf der Roggenanbau nicht fehlen, der auf etwa 9% der landwirtschaftlichen Flächen gesät wird. Mit einer Anbaufläche von 0,4 Millionen Hektar steht der Körnermais vor dem Anbau von Triticalen. Der Anbau von Hafer und Sommermenggetreide nimmt nur einen geringen Anteil ein.4

Futterpflanzen – Vermaisung in Deutschland?2019-01-08T15:51:51+00:00

Die deutsche Landwirtschaft zeichnet sich vor allem durch seine nennenswerte Tierhaltung aus. Um die mehr als 200 Millionen Nutztiere ernähren zu können, steht der Anbau von Futterpflanzen im Vordergrund. Rund 60% der landwirtschaftlichen Flächen, wie bspw. Wiesen, Weiden und auch Ackerland, sind für hierfür vorgesehen.5

Auf rund 23% der ackerbaulich genutzten Flächen werden so genannte Futterpflanzen angebaut. Mit einer Anbaufläche von 2,1 Millionen Hektar nimmt der Anbau von Silomais / Grünmais den Großteil davon ein.6 Rechnet man den Anbau von Körnermais hinzu, liegt die Maisanbaufläche insgesamt bei 2,5 Millionen Hektar.7 Dies entspricht einem Maisanbau ca. alle 4 Jahre auf derselben Fläche.

Bis zum Jahr 2012 hat sich die Fläche des Maisanbaus stetig erhöht, seitdem ist das Niveau der Maisanbaufläche gleichgeblieben.8
Aufgrund des Anstiegs wurde eine negative Diskussion in der Öffentlichkeit hervorgerufen, aus der im Jahr 2007 das Wort „Vermaisung“ in unseren Sprachgebrauch eingeführt wurde.9 In diesem Zusammenhang wird auch heute noch das Wort „Monokultur Mais“ angeführt.

Als Monokultur wird der Anbau von Pflanzenarten bezeichnet, die über mehrere Jahre hinweg auf derselben Anbaufläche angebaut werden.10 Um Monokulturen zu vermeiden, gibt es die so genannte Leitlinie der ordnungsgemäßen Landwirtschaft, in der pflanzenbauliche Maßnahmen festgehalten sind, um eine standortgerechte Bodennutzung und den darauf aufbauenden Kulturpflanzenanbau zu ermöglichen.11

Der Maispflanze wird zu Unrecht eine Belastung für Landschaft und Natur zugewiesen. So konnte in einem Forschungsprojekt an der Universität Gießen herausgestellt werden, dass keine Belastungen für Natur und Landschaft entstehen, wenn ein nachhaltiger Anbau berücksichtigt wird.12 Des Weiteren kann unter der Beachtung von bestimmten Fruchtfolgen der Mais klimaeffizient eingesetzt werden. Positiv ist zudem hervorzuheben, dass in kaum einer anderen Kultur so wenig Pflanzenschutz eingesetzt wird wie im Maisanbau. Insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel sollte das Augenmerk auf die Aufnahme von CO2 und Stickstoff gerichtet werden, da der Mais diese Gase besonders effizient aufnehmen kann.13

Im Rahmen der Diskussion der Vermaisung sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass der Anbau von Futterpflanzen sowohl für die Ernährungsversorgung als auch für die Energie- und Rohstoffversicherung wichtig ist.14

Werden in unserer Rindermast wachstumsfördernde Hormone eingesetzt?2018-12-19T09:56:38+00:00

Diese Frage kann ganz eindeutig mit einem Nein beantwortet werden. Wir legen in der Tierhaltung besonderen Wert auf das Tierwohl, weshalb wir uns schon jetzt an die zukünftige europäische Tierschutzleitlinie der Mastrinderhaltung orientieren. Dementsprechend haben unsere Tiere viel Platz, frische Luft und frisches Futter. Hierbei achten wir auf eine bedarfsgerechte und individuelle Futtermittelzusammenstellung, wobei eine größtmögliche, optimale Gewichtszunahme erreicht wird. Unser Futter stammt größtenteils von unseren eigenen Feldern bzw. aus regionalem Anbau.

Werden in unserer Rindermast eine Vielzahl an Antibiotika eingesetzt?2018-12-19T11:17:06+00:00

Diese Frage kann ebenfalls ganz eindeutig mit einem Nein beantwortet werden. Denn um Krankheiten weitestgehend zu vermeiden, beziehen wir unsere Tiere von einem Betrieb.

Der Einsatz von Antibiotika wird in unseren Ställen gering gehalten, da jede Einnahme die Resistenz von Erregern fördert, wodurch die Wirksamkeit des Medikaments in der Zukunft verloren gehen kann. Um unsere Tiere über die Lebensdauer von Krankheiten zu schonen, legen wir besonderen Wert auf die Anwendung von Hygienemaßnahmen und eine individuell angepasste Fütterung, die ebenfalls Einfluss auf das Tierwohl hat. Um auch Verletzungen gering zu halten, haben wir sämtliche Liegeflächen mit Gummimatten ausgelegt, so dass der Liegekomfort und die Standsicherheit der Tiere erhöht wird. Ein tierwohl gerechtes Haltungssystem der Tiere steht bei uns im Vordergrund.

Durch all diese Maßnahmen konnten wir die Kosten unseres Medikamenteneinsatzes im vergangenen Jahr niedrig halten, weshalb wir umgerechnet lediglich nur 1 € pro Tier und Jahr an Tierarztkosten inkl. Medikamente ausgegeben haben. Im Vergleich dazu geben wir Menschen pro Jahr pro Kopf rund 551 € lediglich nur für Medikamente aus und hierbei sind die Arztkosten noch nicht mit einbezogen.18

Quellen:

18 vgl. Gerechte Gesundheit

Lebensmittel­verschwendung – Wie viel Fleisch landet im Müll?2019-01-08T15:52:54+00:00

In Studien konnte herausgestellt werden, dass die Industrie, der Handel, die Großverbraucher und die Privathaushalte jährlich knapp 11 Millionen Tonnen Lebensmittel als Abfall entsorgen. Dies bedeutet umgerechnet, dass wir jährlich rund 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche „umsonst“ bewirtschaften.19

Pro Kopf und Jahr werfen wir ca. 81 kg Lebensmittel in den Mülleimer. Den größten Teil der Abfälle umfasst Obst und Gemüse sowie Brot und Backwaren. Doch der Beitrag von Fleisch ist nicht zu unterschätzen, denn dieser liegt bei 7% der gekauften Fleischprodukte.20

Bei richtiger Entsorgung der Abfälle können diese zu 50 % beispielsweise für die Energie- oder auch Wärmeproduktion genutzt werden. Es sollte aber dennoch der Grundsatz gelten, dass Lebensmittel als Erstes in den Magen gehören.

Wird durch die Beregnung von landwirtschaftlichen Flächen der Grundwasserspiegel verändert?2019-01-08T15:53:28+00:00

Eine anhaltende Trockenheit kann zu erheblichen Ernteeinbußen in der Landwirtschaft führen. Um gegen diese Dürreperioden gewappnet zu sein, denken immer mehr Landwirte über die Anschaffung einer Beregnungsanlage nach. Hieraus entsteht die Befürchtung, dass der Grundwasserspiegel negativ verändert werden könnte.

Um diesem Sachstand entgegen zu wirken, wird die Entnahme von Grundwasser und / oder Oberflächenwasser durch langfristige wasserrechtliche Erlaubnisse geregelt. Diese Bewilligungen werden von den Behörden vergeben. Bei Genehmigung einer Beregnungsanlage wird daher jedem Landwirt eine Vorgabe hinsichtlich der Wassermenge pro Quadratmeter mitgeteilt. Die erfolgte Wasserentnahme ist vom Landwirt zu dokumentieren und die Unterlagen sind dem Landkreis vorzulegen.21

Der Grundwasserspiegel wird regelmäßig kontrolliert, um gegebenenfalls kurzfristig eingreifen zu können. Unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass keine Veränderung des Grundwasserspiegels durch unsere Beregnungsanlagen stattfindet.

Insgesamt beträgt der Anteil der Landwirtschaft am Gesamtwasserverbrauch lediglich 0,4 %.

Quellen:

21 vgl. Die Moderne Landwirtschaft

Sind Agrar-Subventionen in Jahren mit extremen Wetterereignissen wirklich notwendig?2018-12-19T11:13:55+00:00

Landwirte sind in ihrem wirtschaftlichen Erfolg stark vom Wetter abhängig. Die Häufung der extremen Wetterereignisse, die zunehmende Globalisierung der Märkte und dem damit zusammenhängenden Preiskampf, lässt die Landwirtschaftsbetriebe an der äußersten Grenze der Wirtschaftlichkeit arbeiten. Der Aufbau einer Reserve für Extremjahre ist dementsprechend nicht mehr unbedingt gegeben.

Da Landwirte für die Erzeugung von Lebensmitteln verantwortlich sind und somit für die Versorgungssicherheit von Mensch und Tier sorgen, besteht ein generelles Interesse an der Aufrechterhaltung der Landwirtschaft in Deutschland. Die Bereitstellung von Agrar-Subventionen in Jahren mit extremen Wetterereignissen ist dementsprechend notwendig, um die Ernährungsversorgung und auch die Energie- und Rohstoffversicherung in Deutschland gewährleisten zu können.

Die Agrar-Subventionen decken in der Regel nur einen Bruchteil des tatsächlich entstandenen Schadens ab, weshalb bereits nach Anpassungsprozessen geforscht wird. So arbeitet die landwirtschaftliche Züchtungsforschung seit Jahren an Sorten, die an die extremen Wetterereignisse angepasst sind.22

Wir haben im Jahr 2018 keine Entschädigung beantragt und auch keine erhalten.

Quellen:

22 vgl. Bundesinformationszentrum

Macht die Landwirtschaft die Umwelt durch Pflanzenschutzmittel kaputt?2019-01-08T15:56:34+00:00

Die Landwirtschaft darf nur Pflanzenschutzmittel einsetzen, die vom Bund freigegeben worden sind.23 Sollten Pflanzenschutzmittel im Boden oder auch in Pflanzen zu finden sein, obliegt dies nicht der Landwirtschaft, sondern den Herstellern und dem Bund, da von einer fehlerhaften Überprüfung auszugehen ist.

Des Weiteren ist festzuhalten, dass ein ordnungsgemäßer Einsatz von Pflanzenschutzmitteln umwelttechnisch grundsätzlich besser ist als die mechanische Bearbeitung, da dessen CO2-Bilanz erheblich schlechter ist.

Neuste Techniken wurden bereits erprobt. Hierbei wurden Pflanzenschutzmittel nicht ganzflächig eingesetzt, sondern nur punktuell. Ein Roboter erkennt in diesem Verfahren Schadpflanzen oder auch Unkräuter, die daraufhin einzeln behandelt werden. Bis diese Technik serienmäßig in Betrieb gehen kann, wird noch eine gewisse Zeit ins Land verstreichen.24

Glyphosat tötet Tiere2019-01-08T15:57:40+00:00

Dies Aussage ist ganz klar zu verneinen, da Glyphosat kein Insektizid ist. (Insektizid ist ein tötendes Gift für Insekten)

Im Maisanbau wird des Weiteren kein Insektizid eingesetzt, da dies nicht erforderlich ist. Insektizide können in der Landwirtschaft bei folgenden Fruchtfolgen eingesetzt werden, wenn ein erheblicher Schaden durch Läuse oder sonstige Insekten zu erwarten ist: Weizen, Roggen, Gerste, Raps und Sonderkulturen

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